Häufig gestellte Fragen von Investoren

Wer kann bei Mezzany investieren?
Die bei Mezzany präsentierten Investmentangebote richten sich aktuell ausschließlich an volljährige Nutzer in Deutschland. Private Personen können ebenso wie Unternehmen (GmbH, UG) investieren.

Wie viel kostet mich die Nutzung von Mezzany?
Die Anmeldung und die Nutzung der Plattform sind kostenfrei. Ein Investment in die Projekte ist gebührenfrei.
 
Was genau bekomme ich für mein Geld und wie kann ich von meinem Investment profitieren?
Ihr Investment hat die Rechtsform eines partiarischen Nachrangdarlehens. Sie profitieren mit Ihrem Investment von einer finanziellen Rendite.
Welche Konditionen ein Unternehmen im Einzelnen anbietet, erfahren Sie jeweils direkt im Crowdfunding-Profil der jeweiligen Kampagne bzw. in dem entsprechenden Mustervertrag.
 
Welches Risiko habe ich als Investor?
Ein Investment in Form des partiarischen Nachrangdarlehens ist ein Risikoinvestment, bei dem ein Totalverlust Ihres Investments möglich ist. Bitte beachten Sie vor einem Investment unsere wichtigen Investorenhinweise.
 
Warum muss ich mich anmelden und meinen Account vollständig ausfüllen, um die Details zu den Unternehmen anzusehen und zu investieren?
Mezzany ist eine Plattform, auf der Investmentbeziehungen entstehen, für die ein gewisses Maß an Verbindlichkeit notwendig ist. Wir wollen, dass alle Nutzer unserer Plattform – Unternehmen und Investoren – einander vertrauen können. Die Unternehmen gewähren Ihnen schließlich einen Einblick in Projektdetails und interne finanzielle Kennzahlen.
 
Wer verwaltet das investierte Kapital bis es dem Unternehmen übergeben wird?
Alle Investments werden direkt durch unseren Zahlungsdienstleister Secupay AG per Lastschrift eingezogen und treuhänderisch verwaltet. Mezzany fasst damit das Geld zu keinem Zeitpunkt selbst an. Ist ein Crowdfunding erfolgreich, zahlt die Secupay AG das Kapital gemäß den Regelungen des jeweiligen Vertrages an das Unternehmen aus.
 
Wozu werden meine vollständige Adresse und meine Steuernummer benötigt?
Ihre Adresse wird für die Erstellung Ihres individuellen Investmentvertrages mit dem Unternehmen benötigt. Ihre Steuernummer ist für die korrekte steuerliche Abrechnung des partiarischen Nachrangdarlehens notwendig und wird ausschließlich dafür verwendet. Entsprechend unserer Datenschutzerklärung  behandeln wir alle Ihre Daten vertraulich und werden sie niemals unerlaubt weitergeben, veröffentlichen oder für andere Zwecke verwenden als für die Verarbeitung Ihrer Investments.
 
Wie zahle ich mein Investment ein?
Als Investor steht Ihnen das Lastschrift-Verfahren zur Verfügung. Die Lastschrift wird direkt nach dem Investment durch den Zahlungsdienstleister Secupay vom angegebenen Konto eingezogen und bis zur Auszahlung an das Unternehmen treuhänderisch verwaltet.
 
Wie kann ich meine Kontodaten für anstehende Zinsauszahlungen ändern?
Ihre Kontoverbindung ist aktuell ausschließlich bei unserem Zahlungsdienstleister Secupay hinterlegt. Um diese für anstehende Zinsaus- oder Tilgungszahlungen zu aktualisieren, senden Sie ein entsprechendes Dokument per Post, Fax oder E-Mail an Secupay.
 
Wie erfolgt die Zinsauszahlung?
Die Auszahlung der Festzinsen erfolgt endfällig, d. h. bei Vertragsende.
 
Was bedeutet taggenaue Zinsberechnung?
Die Zinsberechung wird mit der im Euroraum üblichen act/360 Methode vorgenommen. Die Zinsen werden entsprechend tagesgenau bestimmt. Ein frühes Investment zahlt sich also aus, da die exakte Verzinsung ab dem Tag des Investments berechnet wird.
 
Welche Summen kann ich bei Mezzany investieren?
Für jeden Investor sind Beträge ab 250 Euro möglich. Die weiteren Schritte sind jeweils ein Vielfaches von 250 Euro. Ab 1.000 Euro ist aufgrund gesetzlicher Vorgaben eine einfache Selbstauskunft für Privatpersonen notwendig. Privatpersonen können maximal 10.000 Euro pro Unternehmen investieren.
 
Ist es möglich, mit einer Firma oder Beteiligungsgesellschaft zu investieren?
Ja, es ist möglich, mit einer Kapitalgesellschaft zu investieren. Wenn Sie Ihr Profil entsprechend vervollständigt haben, können Sie im Investmentprozess entscheiden, ob Sie als Privatperson oder als Gesellschaft investieren möchten. Als Unternehmen (GmbH, UG) können Sie auch über 10.000 Euro investieren.
 
Kann ich als Investor auch mehr als 10.000 Euro investieren?
Über 10.000 Euro können Sie nur als Gesellschaft investieren. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte per E-Mail an: info@mezzany.com.
 
Wo gibt es Gutscheine für ein Investment bei Mezzany?
Mezzany-Gutscheine gibt es zu bestimmten Anlässen für unsere Nutzer, Fans und Investoren. Wir informieren Sie darüber z. B. in unserem Newsletter und über unsere Social-Media-Kanäle.
 
Wie kann ich meine Investments bei Mezzany langfristig einsehen und Informationen darüber erhalten?
Einen Überblick über Ihre Investments und neue Nachrichten sehen Sie unter „Meine Investments“.
 
Was ist der Unterschied zwischen der „Fundingschwelle“ und dem „Fundinglimit“?
Die Fundingschwelle ist die Mindestsumme, die erreicht werden muss, damit eine Finanzierung erfolgreich abgeschlossen wird. Ist ein Funding nicht erfolgreich, wird also die Fundingschwelle nicht erreicht, erhalten alle Investoren automatisch ihr Geld zurück. Das Fundinglimit definiert die Zielmarke an Kapital, die das Unternehmen mit seiner Kampagne erreichen möchte.
 
Was ist das Maximalvolumen?
Das Maximalvolumen ist die Summe, die das Unternehmen nach Erreichen des Fundinglimits noch zusätzlich einsammeln kann. Diese Phase wird „Überzeichnung“ genannt. Im Rahmen dieser Überzeichnung kann sich das Unternehmen jederzeit dazu entschließen, das Funding zu beenden.
 
Wie lange habe ich als Investor Zeit, in ein Unternehmen oder Projekt zu investieren?
Regulär haben Investoren nach Freischaltung der Finanzierungsrunde auf der Plattform maximal 60 Tage Zeit, um in dieses Projekt zu investieren – sofern nicht das Fundinglimit bereits zu einem früheren Zeitpunkt erreicht wird und damit das Funding beendet ist. Diese Frist kann einmalig um 60 Tage verlängert werden, wenn zu erwarten ist, dass in der verlängerten Laufzeit das Funding erfolgreich abgeschlossen werden kann. Die Möglichkeit der Verlängerung ist in den Verträgen festgelegt. Verlängerungen werden auf der Plattform bekannt gegeben.
 
Was passiert, wenn ich in ein Unternehmen oder Projekt investiert habe, aber das Funding nicht zustande kommt? Was geschieht dann mit meinem Geld?
Wenn ein Funding nicht erfolgreich ist, erhalten Sie Ihr Investment ohne Abzüge innerhalb von 14 Tagen zurück.
 
Wie kann ich mein Benutzerkonto bei Mezzany deaktivieren/löschen?
Wenn Sie Ihr Benutzerkonto deaktivieren/löschen möchten, so schreiben Sie bitte eine E-Mail mit der Bitte um Deaktivierung an info@mezzany.com.
 
Wie finanziert sich Mezzany?
Als Finanzanlagenvermittler erhalten wir von dem jeweiligen Projektinitiator bzw. Unternehmen ein Honorar in Höhe von 5 bis 10 % der gefundeten Summe. Genauere Informationen zu unseren Zuwendungen finden Sie in unseren statusbezogenen Informationen sowie in den jeweiligen Vermögensanlagen-Informationsblättern (VIB) der Investmentoptionen.
 
Was passiert, falls die Plattform aus irgendeinem Grund einmal nicht mehr zur Verfügung stehen sollte?
Die Verträge zwischen Investoren und Unternehmen werden über die Plattform abgeschlossen und verwaltet, sind aber in jedem Fall auch unabhängig von der Plattform rechtsgültig.

Wichtiger Hinweis zu den nachfolgenden Steuerfragen
Die folgenden Antworten zu den steuerlichen Fragen sind nur als allgemeine Hilfestellung und nicht als individuelle Steuerberatung anzusehen. Sie sind nicht verbindlich und ersetzen nicht die Beratung durch einen Steuerberater im Einzelfall. Vor dem Abschluss eines Investmentvertrags sollten Sie sich grundsätzlich von einem Steuerberater beraten lassen.
Investmentverträge, die auf Mezzany abgeschlossen werden, können sowohl im Privat- als auch im Betriebsvermögen gehalten werden. Die folgenden Ausführungen betreffen nur Verträge, die im Privatvermögen von natürlichen Personen gehalten werden. Bei Fragen zu Verträgen im Betriebsvermögen fragen Sie bitte Ihren Steuerberater.

Wo finde ich meine Steueridentifikationsnummer?
Die steuerliche Identifikationsnummer ist eine 11-stellige Nummer, welche lebenslang gültig ist. Sie finden Sie im Einkommensteuerbescheid, auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung. Sollten Sie diese nicht auffinden, können Sie beim Bundeszentralamt für Steuern die Nummer erneut anfordern.
 
Wie werden Kapitalerträge aus einem Investmentvertrag, der auf Mezzany abgeschlossen wurde, versteuert?
Im Allgemeinen gilt für jeden einzelnen Investmentvertrag, den Sie im Privatvermögen halten, folgendes: Erträge aus solchen Investmentverträgen sind Einkünfte aus Kapitalvermögen im Sinne von § 20 Einkommensteuergesetz (EStG) und unterliegen grundsätzlich der sogenannten Abgeltungsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Diese Steuern und Zuschläge sind von der jeweiligen Projektgesellschaft einzubehalten und an das zuständige Finanzamt abzuführen. Mit diesem Steuerabzug ist Ihre Einkommensteuerschuld für die Besteuerung von Kapitalerträgen, die aus Mezzany-Investmentverträgen resultieren, grundsätzlich abgegolten.
 
Muss ich als Investor bei Mezzany meiner Steuererklärung etwas beilegen bzw. bei der Erstellung beachten?
Bei der Abgeltungsteuer ist im Allgemeinen nichts beizulegen.
 
Kann man als Investor Verluste aus einem Investment in ein Unternehmen bzw. Projekt steuerlich geltend machen?
Die aktuellen Verträge von Mezzany sehen ein Investment in Form eines partiarischen Nachrangdarlehens vor. Partiarische Darlehen sehen keine Beteiligung an den Verlusten aus der operativen Tätigkeit des Unternehmens bzw. Projektes vor, so dass auch eine steuerliche Geltendmachung von laufenden Verlusten beim Investor nicht möglich ist. Neuverluste dürfen Sie mit Ihren Zinserträgen und anderen Einkünften innerhalb derselben Anlageklasse bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. Das betrifft den Bereich der Kapitalertragssteuer. Erträge aus Investmentfonds, stillen Beteiligungen oder aber auch aus partiarischen Nachrangdarlehen gehören bei Privatanlegern zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Diese unterliegen der Kapitalertragssteuer von 25 % nach dem § 7 InvStG. Diese Steuerschuld können Sie reduzieren, indem Sie Ihren Zinserträgen auch die Ausfälle Ihrer Investments gegenüberstellen und verrechnen.  Sofern die Anlageklasse identisch ist, wird Ihr Verlust vom Finanzamt in aller Regel auch anerkannt. Eine klassische Verlustbescheinigung erhalten Sie hier meist nicht. Als Nachweis Ihres Verlustes geben Sie in der Regel das Schreiben des Insolvenzverwalters an, welches besagt, dass nachrangigen Forderungen gemäß § 39 InsO nicht befriedigt werden können oder alternativ den Beschluss bei Abweisung mangels Masse. Ihr Steuerberater hilft Ihnen gerne weiter.
 
Was muss ich als Investor beachten, wenn sich meine Adresse ändert?
Ihre aktuelle Adresse können Sie in Ihrem Nutzerprofil auf Mezzany aktualisieren.
 
Ich bin ins Ausland verzogen. Was muss ich steuerlich beachten?
Jedes Land hat eigene Steuergesetze. Was Sie also zu beachten haben, ist schwer zu sagen und kann je nach Land sehr unterschiedlich ausfallen. Bitte sprechen Sie in so einem Fall mit Ihrem Steuerberater.
 
Wird die Abgeltungssteuer auch abgeführt, wenn ich als Investor im Ausland lebe?
Ja, die Unternehmen ist in aller Regel verpflichtet, die Kapitalertragsteuer an das Finanzamt abzuführen, selbst wenn z. B. ein Doppelbesteuerungsabkommen eine andere Regelung hinsichtlich von Zinseinkünften aus partiarischen Darlehen vorsieht. Es ist allerdings möglich, im Nachgang beim Bundeszentralamt für Steuern die Erstattung der zu hoch abgezogenen Steuern zu beantragen.
 
Wenn Sie weiterführende Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater, durch Mezzany erfolgt keine Steuerberatung!

Wichtiger Hinweis
Die folgenden Informationen erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Korrektheit und sind in keiner Weise als Entscheidungsgrundlage oder Beratung anzusehen. Im Einzelfall kann eine verlässliche Auskunft nur durch einen Rechtsanwalt erfolgen.
 
Vorbemerkung
Es ist für alle Beteiligten, für die Geschäftsführer und Mitarbeiter des Unternehmens und auch Sie eine schwierige und belastende Situation. Wir als Plattform möchten sowohl das Unternehmen als auch Sie dazu ermutigen, in engem direkten Austausch gemeinsam miteinander zu kommunizieren. Bitte haben Sie dafür Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Fragen etwas Zeit in Anspruch nimmt. Leider kommt es immer auch zu Verzögerungen und gegebenenfalls bestimmt auch der vorläufige Insolvenzverwalter die Informationspolitik des Unternehmens. Auch wenn es für Sie als Investorin oder Investor unbefriedigend ist und Sie viele Fragen haben: Mit der strengen Informationspolitik soll die Verhandlungsposition des Unternehmens gegenüber möglichen Verhandlungspartnern (bspw. Neuinvestoren oder Kaufinteressenten) und damit auch in weiterer Konsequenz Ihre Investition nicht negativ beeinflusst werden.
Unsere FAQ sollen Sie neben unseren Investorenmailings möglichst gut durch einen Insolvenzprozess begleiten. Fehlt Ihnen eine Information oder wird Ihre Frage nicht angezeigt? Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail an info@mezzany.com.

Führt das Scheitern eines Unternehmens automatisch zu einer Insolvenz?
Nein. Wenn ein Unternehmen z. B. nach langem Kampf feststellen muss, dass man kein tragfähiges Geschäftsmodell für sein Innovationsvorhaben findet, ist es in wirtschaftlicher Hinsicht gescheitert. Allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass das Unternehmen Insolvenz anmelden muss. Es kann z. B. auch eine Liquidation in Betracht kommen, wenn u. a. keine Zahlungsunfähigkeit droht.
 
Wer meldet eine Insolvenz an?
Ein Insolvenzverfahren wird nur auf Antrag eingeleitet und richtet sich nach den Vorschriften der Insolvenzordnung (InsO). Ein Insolvenzantrag kann sowohl von dem Unternehmen selbst als auch von Gläubigern des Unternehmens gestellt werden.
 
Bedeutet ein Antrag auf Insolvenzeröffnung automatisch das Ende eines Unternehmens?
Ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wird gestellt, wenn das Unternehmen in einer finanziell schwierigen Lage ist. Er kann auch „vorsorglich“ beantragt werden, um dem Vorwurf einer Insolvenzverschleppung zu entgehen. Auch wenn das keine positive Nachricht für Ihr Investment darstellt, bedeutet es nicht zwangsläufig einen Totalausfall für Sie bzw. ein Scheitern des Unternehmens als solches. Im Laufe eines solchen beantragten Verfahrens können z. B. Werte im Unternehmen noch aufgetan, neue Investoren akquiriert, durch den Verkauf von bestimmten Assets im Unternehmen oder gar durch Neustrukturierung das Unternehmen wieder stabilisiert werden.
 
Was geschieht nach der Antragsstellung auf Eröffnung einer Insolvenz?
Nach Eingang des Insolvenzantrages prüft das Insolvenzgericht dessen Zulässigkeit und beauftragt regelmäßig die Erstellung eines Sachverständigengutachtens. Sofern ein Insolvenzgrund (drohende bzw. bestehende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung) vorliegt und ausreichend Masse vorhanden ist, wird das Insolvenzverfahren eröffnet, ansonsten wird die Eröffnung mangels Masse abgelehnt. Dieses Prüfungsverfahren dauert in der Regel 2-3 Monate ab Antragstellung. Es ist theoretisch möglich, dass ein gestellter Insolvenzantrag im Rahmen des Antragsverfahrens zurückgenommen wird bzw. sich erledigt, sodass es zu keiner Eröffnung des Insolvenzverfahrens kommt.
Im Falle von Unternehmen mit der Rechtsform GmbH ist die Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens der Regelfall.
Das Insolvenzgericht eröffnet das Insolvenzverfahren durch Beschluss. Ab diesem Zeitpunkt geht die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf den Insolvenzverwalter über. Der Eröffnungsbeschluss wird auf der zentralen Bekanntmachungsplattform veröffentlicht.
 
Was passiert, wenn das Insolvenzverfahren eröffnet wurde?
Das Insolvenzgericht eröffnet das Insolvenzverfahren durch Beschluss. Ab diesem Zeitpunkt geht die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf den Insolvenzverwalter über. Der Eröffnungsbeschluss wird auf der zentralen Bekanntmachungsplattform veröffentlicht.
Der Eröffnungsbeschluss enthält dabei auch die Angabe bis wann die Forderungen beim Insolvenzverwalter anzumelden sind und wann die Gläubigerversammlung bzw. der Prüftermin stattfindet. Grundsätzlich wird jeder Insolvenzgläubiger darüber hinaus auch vom Insolvenzverwalter angeschrieben und aufgefordert seine vermeintlichen Forderungen anzumelden; dies passiert aber erst nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Es ist jedoch auch möglich, dass eine solche Aufforderung im Falle von nachrangigen Gläubigern erst einmal ausbleibt. Sollte man den Termin zur Forderungsanmeldung verpassen, ist jederzeit bis zur Beendigung des Insolvenzverfahrens eine Nachmeldung möglich. Bei erfolgreicher Abwicklung und erfolgter Verteilung der Insolvenzmasse hebt das Insolvenzgericht das Insolvenzverfahren auf.
 
Was passiert bei Ablehnung eines Insolvenzantrags mangels Masse?
Wenn im Rahmen des 2-3 monatigen Insolvenzprüfungsverfahrens durch das Gericht bzw. den vorläufigen Insolvenzverwalter festgestellt wird, dass eine Eröffnung mangels Masse abgelehnt wird, erfolgt automatisch die Auflösung der Gesellschaft nach § 60 Abs. 1 Nr. 5 GmbHG. Die Gesellschaft befindet sich ab dann in einem Liquidationsverfahren.
Die Ablehnung mangels Masse erfolgt, wenn die vorrausichtlich vorhandene freie Insolvenzmasse nicht einmal die Kosten eines Insolvenzverfahrens decken wird. Das kann theoretisch auch noch im Rahmen eines laufenden Insolvenzverfahrens erfolgen („Einstellung des Verfahrens mangels Masse“).
Für den Mezzany-Investor bedeutet die Ablehnung mangels Masse im Regelfall keine Besserstellung, sondern das Gegenteil ist der Fall. Auch hier wird in der Regel mit keiner Quote zu rechnen sein, sodass es zum Totalverlust des investierten Kapitals kommt.
Die Insolvenzquote ist grob vereinfacht der Prozentsatz, der einem einfachen Gläubiger anteilig an der zur Ausschüttung vorhandenen Insolvenzmasse zusteht. Nachrangige Gläubiger in Form partiarischer Darlehensgeber oder stiller Beteiligter sind dabei noch gar nicht erfasst. 
 
Was muss ich als Investor bei einer Insolvenz beachten?
Wie oben bereits erläutert, werden mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Gläubiger vom Insolvenzverwalter aufgefordert, ihre Forderungen gegenüber dem insolventen Unternehmen beim Insolvenzverwalter anzumelden. Dies gilt dem Grundsatz nach auch für Crowdinvestoren, die in Form des  partiarischen Darlehens investiert haben. Allerdings wird man als Crowdinvestor aufgrund des vereinbarten Nachrangs den anderen einfachen Insolvenzgläubigern nachgestellt. Es handelt sich hierbei um eine sog. nachrangige Forderung nach § 39  Abs. 1 Nr. 5 InsO. Dies bedeutet gleichzeitig, dass eine Forderungsanmeldung erst berücksichtigt wird, wenn das Insolvenzgericht bzw. der Verwalter die nachrangigen Gläubiger zur Anmeldung auffordert. Dies erfolgt regelmäßig erst, wenn auch für diese mit einer Quote zu rechnen ist. Das kommt in der Praxis so gut wie nie vor. Durchschnittlich ist mit einer Quote von rund 5 % für die einfachen Gläubiger zu rechnen, so dass für nachrangige Gläubiger in der Praxis nichts übrig bleibt. Das ist auch der Grund warum man ggf. als nachrangiger Gläubiger gar nicht erst vom Insolvenzverwalter angeschrieben wird. Es ist jedenfalls nicht möglich, dass sie vergessen werden; als Investor sind sie dem Insolvenzverwalter bekannt. Wenn nach Bedienung der einfachen Gläubiger aus der Insolvenzmasse doch noch etwas übrig sein sollte, dann werden sie in jedem Fall vom Insolvenzverwalter aufgefordert ihre Forderungen anzumelden.
Wenn man dennoch seine Forderung anmeldet, was natürlich jedem vollkommen freisteht, muss man jedoch damit rechnen, dass die Anmeldung wie oben beschrieben aufgrund der Nachrangigkeit erst einmal zurückgewiesen wird. Es kommt anstelle einer Zurückweisung leider auch vor, dass Insolvenzverwalter die Forderung fälschlicherweise bestreiten. Dies bedeutet aber nicht, dass die Forderung als solche unberechtigt ist.
Jeder Insolvenzgläubiger kann jederzeit Akteneinsicht vor Ort beim zuständigen Insolvenzgericht nehmen. Häufig erhalten die Gläubiger von dem jeweiligen Insolvenzverwalter auch Zugangsdaten zu einem geschlossen Gläubigerinformationssystem, auf welchem regelmäßig Berichte und sonstige Informationen zum Stand des Verfahrens veröffentlicht werden.
 
Wie wird ein Total- oder Teilverlust steuerlich behandelt?
Neuverluste dürfen Sie mit Ihren Zinserträgen und anderen Einkünften innerhalb derselben Anlageklasse bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. Das betrifft den Bereich der Kapitalertragssteuer. Erträge aus Investmentfonds, stillen Beteiligungen oder aber auch aus partiarischen Nachrangdarlehen gehören bei Privatanlegern zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Diese unterliegen der Kapitalertragssteuer von 25 % nach dem § 7 InvStG.
Diese Steuerschuld können Sie reduzieren, indem Sie Ihren Zinserträgen auch die Ausfälle Ihrer Investments gegenüberstellen und verrechnen. Sofern die Anlageklasse identisch ist, wird Ihr Verlust vom Finanzamt in aller Regel auch anerkannt. Eine klassische Verlustbescheinigung erhalten Sie meist nicht. Als Nachweis Ihres Verlustes geben Sie in der Regel das Schreiben des Insolvenzverwalters an, welches besagt, dass nachrangigen Forderungen gemäß § 39 InsO nicht befriedigt werden können, oder alternativ den Beschluss bei Abweisung mangels Masse. Ihr Steuerberater hilft Ihnen gerne weiter.
 
Wann und wie kommuniziert Mezzany eine Insolvenz?
Mezzany steht für Transparenz, aber auch für Neutralität. Bei jeglichen Vorgängen, die das direkte Vertragsverhältnis von Unternehmen und Investoren betreffen, hat Mezzany grundsätzlich eine neutrale Position; das gilt natürlich auch für Insolvenzen. Da der Ausgang einer Insolvenz grundlegend offen ist, wird das Unternehmen erst nach Liquidation bzw. Abschluss eines Insolvenzverfahrens mit „gescheitert“ gelabelt. Im Laufe eines solchen Verfahrens ist es möglich, dass Werte im Unternehmen noch aufgetan, neue Investoren akquiriert, durch den Verkauf von bestimmten Assets im Unternehmen oder gar durch Neustrukturierung das Unternehmen wieder stabilisiert werden kann. Eine vorherige Kennzeichnung schwächt das Unternehmen in potentiellen Verhandlungen und schmälert die Chance, Ihr Investment doch noch zu sichern.
 

 

Fragen von Unternehmen

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Treten Sie gerne mit uns in Kontakt. Sie erreichen das Mezzany Team unter emittenten@mezzany.com sowie telefonisch unter +49 351 317765-80.