FAQ

Sie haben Fragen zu einer bestimmten Thematik?
Über das Inhaltsverzeichnis gelangen Sie schnell zum entsprechenden Bereich innerhalb unserer FAQ.

  1. Nutzung der Plattform
  2. Crowdbonds
  3. Steuer-FAQ für Investoren
  4. Insolvenz-FAQ für Investoren
  5. Fragen von Unternehmen

 

1. Die häufigsten Fragen zur Nutzung der Plattform

Die Antworten in diesem Bereich beziehen sich ausschließlich auf die Investmentform Nachrangdarlehen. Fragen zu Crowdbonds beantworten wir im Bereich “Die häufigsten Fragen zu Crowdbonds”.

 

Wer kann bei Mezzany investieren?

Die bei Mezzany präsentierten Investmentangebote richten sich aktuell ausschließlich an volljährige Nutzer in Deutschland. Private Personen können ebenso wie Kapital- oder Personengesellschaften (z. B. AG, GmbH, KG) investieren.

Wie viel kostet mich die Nutzung von Mezzany?

Die Anmeldung und die Nutzung der Plattform sind kostenfrei. Bei einem Investment fallen auf unserer Plattform keinerlei Nebenkosten des Investierens an.

Was genau bekomme ich für mein Geld und wie kann ich von meinem Investment profitieren?

Ihr Investment hat die Rechtsform eines Nachrangdarlehens. Sie profitieren mit Ihrem Investment von einer finanziellen Rendite. Welche Konditionen ein Unternehmen im Einzelnen anbietet, erfahren Sie direkt auf der jeweiligen Kampagnenseite bzw. in dem entsprechenden Mustervertrag.

Welches Risiko habe ich als Investor?

Ein Investment in Form des Nachrangdarlehens ist ein Risikoinvestment, bei dem ein Totalverlust Ihres Investments möglich ist. Bitte beachten Sie vor einem Investment unsere wichtigen Investorenhinweise.

Warum muss ich mich anmelden und meinen Account vollständig ausfüllen, um die Details zu den Unternehmen anzusehen und zu investieren?

Mezzany ist eine Plattform, auf der Investmentbeziehungen entstehen, für die ein gewisses Maß an Verbindlichkeit notwendig ist. Wir wollen, dass alle Nutzer unserer Plattform – Unternehmen und Investoren – einander vertrauen können. Die Unternehmen gewähren Ihnen schließlich einen Einblick in Projektdetails und interne finanzielle Kennzahlen.

Wer verwaltet das investierte Kapital, bis es dem Unternehmen übergeben wird?

Alle Investments werden direkt durch unseren Zahlungsdienstleister Secupay AG per Lastschrift eingezogen und treuhänderisch verwaltet. Ist ein Crowdinvesting erfolgreich, zahlt die Secupay AG das Kapital gemäß den Regelungen des jeweiligen Vertrages an das Unternehmen aus.

Wozu werden meine vollständige Adresse und meine Steuernummer benötigt?

Ihre Adresse wird für die Erstellung Ihres individuellen Investmentvertrages mit dem Unternehmen benötigt. Ihre Steuernummer ist für die korrekte steuerliche Abrechnung des Nachrangdarlehens notwendig und wird ausschließlich dafür verwendet. Entsprechend unserer Datenschutzerklärung behandeln wir alle Ihre Daten vertraulich und werden sie niemals unerlaubt weitergeben, veröffentlichen oder für andere Zwecke verwenden als für die Verarbeitung Ihrer Investments.

Wie zahle ich mein Investment ein?

Als Zahlungsart steht die Lastschrift von einem SEPA-fähigen Eurokonto zur Verfügung. Die Lastschrift wird direkt nach dem Investment vom angegebenen Konto eingezogen. Dieser Vorgang wird von unserem Zahlungsdienstleister Secupay durchgeführt, der alle Investments treuhänderisch verwaltet. Für Investoren ohne Eurokonto besteht alternativ die Möglichkeit, den Investmentbetrag an Secupay zu überweisen. Secupay zahlt die Investments entsprechend der jeweiligen Verträge an die Unternehmen aus.

Wie kann ich meine Kontodaten für anstehende Zinsauszahlungen ändern?

Ihre Kontoverbindung ist ausschließlich bei unserem Zahlungsdienstleister Secupay hinterlegt. Um diese für anstehende Zinsaus- oder Tilgungszahlungen zu aktualisieren, senden Sie bitte dieses Formular per E-Mail an info@mezzany.com oder direkt an Secupay.

Wie erfolgt die Zinsauszahlung?

Die Auszahlung der Festzinsen erfolgt endfällig, d. h. bei Vertragsende.

Was bedeutet taggenaue Zinsberechnung?

Die Zinsberechung wird mit der im Euroraum üblichen act/360-Methode vorgenommen. Die Zinsen werden entsprechend tagesgenau bestimmt. Ein frühes Investment zahlt sich also aus, da die exakte Verzinsung ab dem Tag des Investments berechnet wird.

Welche Summen kann ich bei Mezzany investieren?

Für jeden Investor sind Anlagebeträge ab 250 Euro möglich. Die weiteren Schritte sind jeweils ein Vielfaches von 250 Euro. Ab 1.000 Euro ist aufgrund gesetzlicher Vorgaben eine einfache Selbstauskunft für Privatpersonen notwendig. Privatpersonen können maximal 25.000 Euro pro Unternehmen investieren.

Ist es möglich, mit einer Firma oder Beteiligungsgesellschaft zu investieren?

Ja, es ist möglich, als Kapital- oder Personengesellschaft (z. B. AG, GmbH, KG) zu investieren. Im Investorenportal können Sie zwischen den Investmentoptionen natürliche oder juristische Person wählen. Für Investments als juristische Person gibt es kein Investitionslimit pro Emittent.

Kann ich als Investor auch mehr als 25.000 Euro investieren?

Über 25.000 Euro pro Unternehmen können Sie nur als Kapital- oder Personengesellschaft investieren.

Wo gibt es Gutscheine für ein Investment bei Mezzany?

Mezzany-Gutscheine gibt es zu bestimmten Anlässen für unsere Nutzer, Fans und Investoren. Wir informieren Sie darüber z. B. in unserem Newsletter und über unsere Social-Media-Kanäle.

Wie kann ich meine Investments bei Mezzany langfristig einsehen und Informationen darüber erhalten?

Nach dem Login können Sie im Investorenportal Ihre Investments einsehen, Ihren individuellen Schriftverkehr mit Mezzany verfolgen sowie Ihre persönlichen Daten ändern.

Was ist der Unterschied zwischen der „Fundingschwelle“ und dem „Fundinglimit“?

Die Fundingschwelle ist die Mindestsumme, die erreicht werden muss, damit eine Finanzierung erfolgreich abgeschlossen wird. Ist ein Funding nicht erfolgreich, wird also die Fundingschwelle nicht erreicht, erhalten alle Investoren automatisch ihr Geld zurück. Das Fundinglimit definiert die Zielmarke an Kapital, die das Unternehmen mit seiner Kampagne erreichen möchte.

Was ist das Maximalvolumen?

Das Maximalvolumen ist die Summe, die das Unternehmen nach Erreichen des Fundinglimits noch zusätzlich einsammeln kann. Diese Phase wird „Überzeichnung“ genannt. Im Rahmen dieser Überzeichnung kann sich das Unternehmen jederzeit dazu entschließen, das Funding zu beenden.

Wie lange habe ich als Investor Zeit, in ein Unternehmen oder Projekt zu investieren?

Regulär haben Investoren nach Freischaltung der Finanzierungsrunde auf der Plattform maximal 60 Tage Zeit, um in dieses Projekt zu investieren – sofern nicht das Fundinglimit bereits zu einem früheren Zeitpunkt erreicht wird und damit das Funding beendet ist. Diese Frist kann einmalig um 60 Tage verlängert werden, wenn zu erwarten ist, dass in der verlängerten Laufzeit das Funding erfolgreich abgeschlossen werden kann. Die Möglichkeit der Verlängerung ist in den Verträgen festgelegt. Verlängerungen werden auf der Plattform bekannt gegeben. In Einzelfällen können sich Unternehmen jedoch auch für eine kürzere Fundinglaufzeit (z. B. zweimal 30 Tage) entscheiden.

Was passiert, wenn ich in ein Unternehmen oder Projekt investiert habe, aber das Funding nicht zustande kommt? Was geschieht dann mit meinem Geld?

Wenn ein Funding nicht erfolgreich ist, erhalten Sie Ihr Investment ohne Abzüge innerhalb von 14 Tagen zurück.

Wie kann ich mein Benutzerkonto bei Mezzany deaktivieren/löschen?

Wenn Sie Ihr Benutzerkonto deaktivieren oder löschen möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an info@mezzany.com.

Wie finanziert sich Mezzany?

Als Finanzanlagenvermittler erhalten wir von dem jeweiligen Projektinitiator bzw. Unternehmen ein Honorar in Höhe von 5 bis 10 % der gefundeten Summe. Genauere Informationen zu unseren Zuwendungen finden Sie in unseren statusbezogenen Informationen sowie in den jeweiligen Vermögensanlagen-Informationsblättern (VIB) der einzelnen Investmentoptionen.

Was passiert, falls die Plattform aus irgendeinem Grund einmal nicht mehr zur Verfügung stehen sollte?

Die Verträge zwischen Investoren und Unternehmen werden über die Plattform abgeschlossen und verwaltet, sind aber in jedem Fall auch unabhängig von der Plattform rechtsgültig.

 

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2. Die häufigsten Fragen zu Crowdbonds

Erläuterungen der wichtigsten Begriffe rund um unsere Crowdbonds und Wertpapiere im Allgemeinen finden Sie in unserem Glossar.

 

Warum ist der Vermittler des von der Plattform Mezzany angebotenen Crowdbonds die OneCrowd Securities GmbH?

Aufgrund regulatorischer Vorgaben trennen wir die Vermittlung von Nachrangdarlehen und Wertpapieren. Die auf der Plattform Mezzany präsentierten Investmentoptionen werden daher je nach Anlageform von diesen unterschiedlichen Gesellschaften angeboten. Während die OneCrowd Loans GmbH ein Vermittler von Nachrangdarlehen nach § 34f GewO ist, ist die OneCrowd Securities GmbH vertraglich gebundener Vermittler von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG. Mezzany ist lediglich eine Marke der OneCrowd GmbH.

Was ist ein gebundener Vermittler und was ist ein Haftungsdach?

Die OneCrowd Securities GmbH vermittelt Geschäfte über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG. Die Plattform ist dabei ausschließlich als vertraglich gebundener Vermittler für Rechnung und unter der Haftung der Effecta GmbH (Haftungsdach) im Sinne des § 2 Abs. 10 KWG tätig. OneCrowd Securities handelt somit bei der Anlagevermittlung als Vertreter der Effecta GmbH. Effecta ist ein zugelassenes Finanzdienstleistungsinstitut mit der Erlaubnis zum Betreiben der Anlagevermittlung nach § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 1 KWG und wird durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt. Nur durch die Zusammenarbeit mit der Effecta GmbH als Haftungsdach wird es der OneCrowd Securities GmbH und den von ihr betriebenen Plattformen ermöglicht, Wertpapiere zu vermitteln.

Was ist die Funktion des Haftungsdachs?

Effecta übernimmt gegenüber dem Investor für jegliche Pflichtverletzungen der OneCrowd Securities GmbH, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der Tätigkeit als Vermittler von Geschäften über die Anschaffung oder Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittler im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG) stehen, die rechtliche Haftung. Effecta hat seine Haftungsübernahme der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) angezeigt. OneCrowd Securities wurde in das öffentliche Register vertraglich gebundener Vermittler, welches über die Webseite der BaFin einsehbar ist, als vertraglich gebundener Vermittler der Effecta aufgenommen. Im Rahmen des Wertpapier-Zeichnungsprozesses schließen Nutzer von OneCrowd Securities daher einen Vertrag mit der Effecta GmbH ab.

Wozu muss ich einen Fragebogen zu meiner Anlageerfahrung ausfüllen?

Der Fragebogen dient dazu, Ihre Anlageerfahrung einzustufen. Gemäß § 63 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) wird anhand Ihrer Angaben beurteilt, ob Sie über ausreichende Kenntnisse verfügen, um die mit einem Wertpapier-Investment verbundenen Risiken angemessen beurteilen zu können. Basierend auf diesen Angaben stellt OneCrowd Securities sicher, dass Sie sich dieser Risiken bewusst sind.

Warum ist der Registrierungsprozess so aufwendig?

Das Geldwäschegesetz (GwG) sieht für Kunden von Finanzdienstleistungsinstituten eine Legitimationspflicht vor. Dies bedeutet, dass bei der Registrierung geprüft werden muss, ob hinter einem Namen auch die jeweilige natürliche Person steht. Auf der Plattform Mezzany geschieht dies mit POSTIDENT – entweder direkt online per Webcam über das Internet oder aber in einer Postfiliale Ihrer Wahl.

Warum muss ich mich mit POSTIDENT identifizieren?

Nach dem Geldwäschegesetz (GwG) muss OneCrowd Securities die Identität aller Investoren kennen. Daher ist es notwendig, dass Sie Ihre Identität bei einem dafür befugten Dienstleister legitimieren. Es gibt verschiedene Verfahren, bei denen die Identifizierung entweder offline oder online erfolgen kann. Für die Legitimation arbeitet OneCrowd Securities mit POSTIDENT, einem Service der Deutschen Post, zusammen, welcher die Identifizierung unter Berücksichtigung sämtlicher Anforderungen aus dem GwG, dem BaFin-Rundschreiben (1/2014) und den Datenschutzrichtlinien ausführt. Die Online-Legitimation oder alternativ die Legitimation in einer Postfiliale Ihrer Wahl kann mit einem Personalausweis oder Reisepass durchgeführt werden.

Welche Vorteile bringt die Identifizierung mit POSTIDENT mit sich?

Das POSTIDENT-Verfahren ist eine sichere und schnelle Art, Ihre Identität mithilfe Ihres Ausweisdokuments zu legitimieren. Dies ist direkt online oder alternativ in einer Postfiliale Ihrer Wahl möglich. Alles, was Sie für die Online-Legitimation benötigen, ist ein Internetzugang sowie eine schnelle Internetverbindung, eine Webcam und ein Ausweisdokument. Somit können Sie diesen Schritt auf Wunsch bequem von Zuhause aus erledigen.

Wie funktioniert die Identifizierung mit POSTIDENT?

Im Rahmen der Online-Legitimation überprüft POSTIDENT Ihre Identität anhand Ihres Ausweisdokuments (Personalausweis oder Reisepass). Zur Durchführung der Legitimation brauchen Sie entweder einen PC oder ein Notebook mit Webcam und Mikrofon, ein Smartphone oder ein Tablet. Es wird eine sichere Videochat-Verbindung zwischen Ihrem Computer, Smartphone oder Tablet und POSTIDENT hergestellt. Hierbei werden Ihre Angaben mit den Angaben Ihres Ausweises verglichen und Fotos von Ihnen und dem Ausweis erstellt. Wenn Sie sich für die Legitimation in einer Postfiliale entscheiden, werden vor Ort Ihre Angaben mit den Angaben Ihres Ausweises verglichen. In beiden Fällen erhebt POSTIDENT die für die Legitimation relevanten Daten und leitet diese weiter.

Was passiert mit meinen Daten bei POSTIDENT?

Sämtliche durch POSTIDENT erhobene Daten werden ausschließlich dafür eingesetzt, Ausweisdokumente zu verifizieren. Die Daten werden der OneCrowd Securities GmbH übermittelt. Falls ein Verifizierungsvorgang vorzeitig abgebrochen werden sollte, werden sämtliche Daten unverzüglich gelöscht. Detaillierte Informationen dazu finden Sie in der Datenschutzerklärung von POSTIDENT.

Wer kann bei OneCrowd Securities zeichnen?

Jede natürliche oder juristische Person mit Wohnsitz bzw. Geschäftssitz in Deutschland kann sich bei OneCrowd Securities registrieren und folglich auch Crowdbonds zeichnen. Je nach Art des Wertpapier-Angebots können auch Personen, die ihren Wohnsitz in Österreich, Luxemburg oder der Schweiz haben, die angebotenen Crowdbonds zeichnen. Das Angebot von OneCrowd Securities richtet sich ausschließlich an gut informierte, erfahrene und selbstbestimmte Investoren. Die Möglichkeit des Investors, Zeichnungen von bestimmten Wertpapieren vorzunehmen, richtet sich nach den jeweiligen rechtlichen Bestimmungen des Wertpapiers. Ein öffentliches Angebot außerhalb der im jeweiligen Wertpapierprospekt genannten Staaten findet nicht statt und ist auch nicht vorgesehen. Natürliche Personen müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

Wer kann nicht bei OneCrowd Securities zeichnen?

Das Angebot von OneCrowd Securities richtet sich nicht an US-Bürger oder andere Personen, die in den USA oder einem ihrer Bundesstaaten oder Hoheitsgebieten körperschafts- oder einkommensteuerpflichtig sind. Das Angebot von OneCrowd Securities richtet sich außerdem nicht an Investoren, die ihren Wohnsitz in einem Land haben, in dem die Vermittlung von Wertpapieren nicht zugelassen ist oder einer Erlaubnis bedarf, über die OneCrowd Securities und/oder Effecta nicht verfügt.

Ab welchem Betrag kann ich bei OneCrowd Securities zeichnen?

Der Mindestinvestmentsumme ist abhängig von der Stückelung des Wertpapiers und wird daher bei jeder Wertpapier-Emission individuell festgelegt.

Warum kann ich erst ab einer bestimmten Mindestinvestmentsumme zeichnen?

Durch die Emission von Crowdbonds werden an OneCrowd Securities komplexe regulatorische Anforderungen gestellt. Oftmals ergibt sich aus den Verfahrensweisen der für die Genehmigung des Wertpapierprospekts bzw. des Wertpapierinformationsblatts zuständigen Finanzaufsichtsbehörden ein Mindestanlagebetrag. Üblicherweise beläuft sich die Stückelung von Wertpapieren auf 1.000 Euro; Hintergrund ist u. a die Handelbarkeit an deutschen Börsen.

Kann ich zugunsten eines Dritten zeichnen?

Die Zeichnung von Crowdbonds zugunsten eines Dritten ist bei OneCrowd Securities nicht möglich.

Kann ich mehrfach zeichnen?

Ja. Falls Sie sich dazu entscheiden, Crowdbonds nochmals zu zeichnen, ist das jederzeit möglich. Gegebenenfalls kann jedoch je nach Produkt die Einzelanlageschwelle begrenzt werden.

Was genau bekomme ich für mein Geld?

Sie investieren in Wertpapiere in Form von Anleihen. Die Art der Anleihe ist, je nach Emittent, individuell festgelegt – es werden Inhaberschuldverschreibungen, Wandelanleihen und Optionsanleihen angeboten. Die genauen Konditionen jeder angebotenen Anleihe können Sie im Anschluss an Ihre Registrierung jederzeit im Wertpapierprospekt bzw. Wertpapierinformationsblatt einsehen.

Was sind Anleihen?

Anleihen sind eine bestimmte Art von Wertpapieren und können als Schuldverschreibungen definiert werden, mit welchen eine juristische Person (der Emittent) einen Kredit am Kapitalmarkt aufnimmt. Dabei verspricht der Schuldner den Kapitalgebern die Rückzahlung und Verzinsung einer bestimmten Geldsumme zu bereits definierten Bedingungen.

Welche Ansprüche habe ich als Investor?

Wenn Sie ein Wertpapier ordnungsgemäß gezeichnet haben, werden die Stücke in Ihr Depot übertragen. Sie haben dann das Recht auf Zinszahlung, Rückzahlung und alle Rechte, die im Wertpapierprospekt bzw. Wertpapierinformationsblatt aufgeführt sind (beispielsweise ein Aktienbezugsrecht bei Wandelanleihen).

Habe ich ein Widerrufsrecht?

Ja. Als privater Investor haben Sie das Recht, Ihre Zeichnung zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage. Innerhalb dieser Zeit können Sie Ihre Zeichnung ohne Angabe von Gründen jederzeit widerrufen und erhalten Ihren Zeichnungsbetrag zurück.

Welches Risiko trage ich als Zeichner?

Die Zeichnung von Wertpapieren birgt ein Verlustrisiko für Ihr eingesetztes Kapital, wobei das höchstmögliche Risiko ein Totalverlust ist. Setzen Sie daher nur finanzielle Mittel ein, deren teilweisen oder vollständigen Verlust Sie sich leisten können. Die über OneCrowd Securities zur Zeichnung angebotenen Crowdbonds sind nicht für alle Investoren angemessen. Stellen Sie daher unbedingt sicher, dass Sie die mit der Zeichnung von Wertpapieren verbundenen Risiken vollständig verstanden haben und holen Sie alle für Ihre Anlageentscheidung wichtigen Informationen ein, bevor Sie zeichnen. Maßgeblich und rechtlich verbindlich für die Anlageentscheidung ist ausschließlich der vollständige Wertpapierprospekt bzw. das Wertpapierinformationsblatt inklusive aller etwaigen Nachträge, die von OneCrowd Securities zum Download bereitgehalten werden.

Was passiert, wenn ich Crowdbonds zeichnen will?

Damit Ihre Zeichnung rechtswirksam ist, muss der Emittent Ihr Angebot annehmen. Er ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die ihm von der Effecta GmbH zur Annahme übermittelten Zeichnungsscheine zu den wertpapierspezifischen Bedingungen anzunehmen. OneCrowd Securities informiert Sie über die Annahme des Zeichnungsangebots und die jeweilige Zuteilung der Wertpapiere. Wurde Ihr Angebot vom Emittenten angenommen, wird der entsprechende Betrag durch den Zahlungsdienstleister Secupay per Lastschrift von Ihrem Konto eingezogen. Nachdem Ihre Zahlung eingegangen ist, wird das gezeichnete Wertpapier in das Depot übertragen, welches Sie im Zeichnungsprozess oder im Investorenportal angegeben haben.

Wann wird der Betrag eingezogen?

Zwei Bankwerktage nachdem der Emittent Ihr Zeichnungsangebot angenommen hat, wird der Ihrer Zeichnung entsprechende Betrag gegebenenfalls zzgl. anfallender Stückzinsen in der Regel von Ihrem Bankkonto eingezogen.

Was sind Stückzinsen?

Die sogenannten Stückzinsen sind die anteiligen Zinsen, die dem Zeitraum zwischen zwei Zinsterminen zugeschrieben werden. Sie werden dem Kaufpreis hinzuaddiert, weil der Käufer einen Zinsanspruch für diesen Zeitraum erwirbt und am Ende der Laufzeit für ihn der Anspruch auf die vollen Zinsen besteht. Die Stückzinsberechnung erfolgt damit unter Berücksichtigung der tagesgenauen Differenz zwischen letztem Zinstermin und Verkaufstag. Je früher innerhalb eines Emissionszeitraums Sie sich für das Zeichnen von Wertpapieren entscheiden, desto höher fallen Ihr Zinsanspruch und desto geringer die zu zahlenden Stückzinsen aus.

Warum weicht der Abbuchungsbetrag von meinem Zeichnungsbetrag ab?

Als Investor erhalten Sie zu den Zinsterminen die Zinszahlungen für den kompletten Zinszeitraum. Erwerben Sie Ihr Wertpapier zwischen zwei Zinsterminen, stehen Ihnen die Zinsen nur anteilig zu. Da Sie zum Zinstermin die Zinszahlung für den kompletten Zinszeitraum ausgezahlt bekommen, wird Ihnen die Differenz zu dem, was Ihnen gemäß Ihres Zeichnungstermins zusteht, in Form von Stückzinsen vorab berechnet. Somit kann der Abbuchungsbetrag vom Zeichnungsbetrag abweichen.

Was passiert, wenn der Abbuchungsbetrag zum Zeitpunkt der Zeichnung nicht eingezogen werden konnte?

Im Fall einer Rücklastschrift werden Sie per E-Mail aufgefordert, den Zeichnungsbetrag zuzüglich Stückzinsen innerhalb von sieben Kalendertagen zu überweisen. Die Höhe der zu überweisenden Stückzinsen ist einer anhängenden Stückzinstabelle zu entnehmen und abhängig von dem Tag, an dem Sie die Überweisung veranlassen. Können wir nach sieben Kalendertagen keinen Zahlungseingang verzeichnen, droht eine Rückabwicklung Ihrer Zeichnung.

Warum ist der gesetzliche Schutz von professionellen und privaten Investoren unterschiedlich?

Es wird davon ausgegangen, dass professionelle Investoren, basierend auf ihren Erfahrungen und Kenntnissen, besser in der Lage sind, Anlageentscheidungen zu treffen und die damit verbundenen Risiken angemessen zu beurteilen. Deswegen ist der gesetzliche Schutz von privaten Investoren höher als der professioneller Investoren. Details zur Unterscheidung von professionellen und privaten Investoren finden sich in § 67 WpHG.

Inwiefern beeinflusst mein Investorenstatus die Nutzung von OneCrowd Securities?

Sind Sie privater Investor, so wird das gezeichnete Wertpapier erst dann in Ihr Depot übertragen, wenn die Zahlung erfolgreich eingezogen wurde. Außerdem genießen Sie als privater Investor einen höheren Rechtsschutz – Sie haben beispielsweise das Recht, Ihre Zeichnung 14 Tage lang zu widerrufen (Widerrufsrecht) und werden im Anschluss an Ihre Registrierung über Ihre Chancen und Risiken aufgeklärt. Bei professionellen Investoren erfolgt die Übertragung ins Depot zeitgleich mit der Zahlung, jedoch wird von diesen erwartet, über ausreichende Erfahrungen und Kenntnisse zu verfügen, um ihre Anlageentscheidungen selbstbestimmt treffen zu können. Bezüglich der Chancen und Risiken der gezeichneten Wertpapiere sind alle Investorengruppen selbstverständlich gleichgestellt.

Kann ich mich als professioneller Investor registrieren?

Das WpHG sieht eine Unterscheidung zwischen privaten und professionellen Investoren vor. Die genaue Definition finden Sie hier. Sie haben die Möglichkeit, nach Ihrer Registrierung als professioneller Investor eingestuft zu werden. Bitte wenden Sie sich hierfür per E-Mail an unseren Kundenservice.

Was ist ein Depot?

Ein Depot (Wertpapierdepotkonto) ist ein Konto, mit welchem grundsätzlich alle Arten von Wertpapieren gehandelt und verwaltet werden können. Ein Depotkonto funktioniert ähnlich wie ein Geldkonto. In einem Wertpapierdepotkonto werden jedoch Anleihen, Aktien, Wertpapiere oder Fonds verwahrt.

Brauche ich ein Depot, um zeichnen zu können?

Ja. Jeder Investor, der ein Wertpapier zeichnen möchte, braucht ein Depot bei einer Bank. Falls Sie noch kein Depot besitzen, sollten Sie ein Depot bei Ihrer Wunschbank oder unserem Partner Consorsbank eröffnen, bevor Sie mit der Zeichnung beginnen.

Bei welchen Bankdepots kann ich meine Wertpapiere verwahren?

Nachdem Sie erfolgreich registriert sind, können Sie die angebotenen Crowdbonds zeichnen und in ein Depot bei jeder beliebigen Bank legen. Sollten Sie noch nicht im Besitz eines Depotkontos sein, bieten viele Haus- und Direktbanken die Option auf die kostenlose Eröffnung eines solchen Kontos. Hier empfiehlt es sich, die unterschiedlichen Konditionen der einzelnen Wertpapierdepots zu vergleichen. Achten Sie auf Neukundenrabatte, Depot- und Ordergebühren und wählen Sie schließlich ein Konto, das Ihrem individuellen Nutzerverhalten und Ihren Bedürfnissen entspricht.

Wie werden meine Erträge steuerlich behandelt?

Ihre Zinserträge werden bei Ihrer depotführenden Bank erfasst. Im Rahmen des jährlichen Depotauszugs sowie der Steuerbescheinigung Ihrer Bank erhalten Sie eine Aufstellung über Ihre Zinserträge und deren eventuelle Besteuerung, die auch die über OneCrowd Securities gezeichneten Crowdbonds umfasst.

Kann ich das Wertpapier während der Laufzeit verkaufen?

Das hängt vom Charakter des Wertpapiers ab – generell sind Anleihen jedoch nur beschränkt handelbar. Handelt es sich um ein gelistetes Wertpapier, so ist der Handel und somit auch ein Verkauf über die Börse zum jeweiligen Kurs jederzeit möglich. Ist das gezeichnete Wertpapier nicht börsengelistet, so ist ein Verkauf nur möglich, wenn die Nachfrage dafür besteht. In der Regel werden Wertpapiere mit sehr kurzen Laufzeiten (bis zu 2,5 Jahren) nicht gelistet. Über OneCrowd Securities selbst findet zwar kein Handel statt, eine Übertragung der Wertpapiere an Dritte ist jedoch jederzeit zwischen unterschiedlichen Depots möglich.

Was passiert, wenn die Laufzeit meines gezeichneten Wertpapiers abgelaufen ist?

Sobald die Laufzeit abgelaufen ist, wird der von Ihnen gezeichnete Betrag, inklusive der entsprechenden Zinsen und möglicher Zusatzrenditen, an die Bankverbindung ausgezahlt, die Sie im Zuge des Zeichnungsprozesses oder in Ihrem Nutzerkonto angegeben haben.

 

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3. Steuer-FAQ für Investoren

Wichtiger Hinweis zu den nachfolgenden Steuerfragen

Die folgenden Antworten zu den steuerlichen Fragen sind nur als allgemeine Hilfestellung und nicht als individuelle Steuerberatung anzusehen. Sie sind nicht verbindlich und ersetzen nicht die Beratung durch einen Steuerberater im Einzelfall. Vor dem Abschluss eines Investmentvertrags sollten Sie sich grundsätzlich von einem Steuerberater beraten lassen. Wenn Sie weiterführende Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater, durch Mezzany erfolgt keine Steuerberatung!

Investmentverträge, die auf Mezzany abgeschlossen werden, können sowohl im Privat- wie im Betriebsvermögen gehalten werden. Die folgenden Ausführungen betreffen nur Verträge, die im Privatvermögen von natürlichen Personen gehalten werden. Bei Fragen zu Verträgen im Betriebsvermögen fragen Sie bitte Ihren Steuerberater.

Die Antworten in diesem Bereich beziehen sich ausschließlich auf die Investmentform Nachrangdarlehen. Fragen zu Crowdbonds beantworten wir im Bereich “Die häufigsten Fragen zu Crowdbonds”.

 

Wo finde ich meine Steueridentifikationsnummer?

Die steuerliche Identifikationsnummer ist eine 11-stellige Nummer, welche lebenslang gültig ist. Sie finden Sie im Einkommensteuerbescheid und auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung. Sollten Sie die Nummer nicht finden, können Sie beim Bundeszentralamt für Steuern die Nummer erneut anfordern.

Wie werden Kapitalerträge aus einem Investmentvertrag, der auf Mezzany abgeschlossen wurde, versteuert?

Im Allgemeinen gilt für jeden einzelnen Investmentvertrag, den Sie im Privatvermögen halten, Folgendes: Erträge aus solchen Investmentverträgen sind Einkünfte aus Kapitalvermögen im Sinne von § 20 Einkommensteuergesetz (EStG) und unterliegen grundsätzlich der sogenannten Abgeltungsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Diese Steuern und Zuschläge sind von der jeweiligen Projektgesellschaft einzubehalten und an das zuständige Finanzamt abzuführen. Mit diesem Steuerabzug ist Ihre Einkommensteuerschuld für die Besteuerung von Kapitalerträgen, die aus Mezzany-Investmentverträgen resultieren, grundsätzlich abgegolten.

Ergänzt wird diese Abgeltungsbesteuerung durch verschiedene Erklärungspflichten und -optionen. So hat man u. a. das Wahlrecht, sämtliche Kapitalerträge mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern (Beantragung der sog. Günstigerprüfung).

Muss ich als Investor bei Mezzany meiner Steuererklärung etwas beilegen bzw. bei der Erstellung beachten?

Bei der Abgeltungsteuer ist im Allgemeinen nichts beizulegen, bei der Beantragung der sog. Günstigerprüfung sind u. a. die Gewinn- bzw. Ergebnismitteilungen zusammen mit der Anlage KAP der Steuererklärung beizufügen.

Kann man als Investor Verluste aus einem Investment in ein Unternehmen bzw. Projekt steuerlich geltend machen?

Die aktuellen Verträge von Mezzany sehen ein Investment in Form eines Nachrangdarlehens vor. Diese Art der Darlehen beinhaltet keine Beteiligung an den Verlusten aus der operativen Tätigkeit des Unternehmens bzw. Projektes, so dass auch eine steuerliche Geltendmachung von laufenden Verlusten beim Investor nicht möglich ist. Neuverluste dürfen Sie mit Ihren Zinserträgen und anderen Einkünften innerhalb derselben Anlageklasse bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. Das betrifft den Bereich der Kapitalertragssteuer. Erträge aus Investmentfonds, stillen Beteiligungen oder aber auch aus Nachrangdarlehen gehören bei Privatanlegern zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Diese unterliegen der Kapitalertragssteuer von 25 % nach § 7 InvStG. Diese Steuerschuld können Sie reduzieren, indem Sie Ihren Zinserträgen auch die Ausfälle Ihrer Investments gegenüberstellen und verrechnen. Sofern die Anlageklasse identisch ist, wird Ihr Verlust vom Finanzamt in aller Regel auch anerkannt. Eine klassische Verlustbescheinigung erhalten Sie hier meist nicht. Als Nachweis Ihres Verlustes geben Sie in der Regel das Schreiben des Insolvenzverwalters an, welches besagt, dass nachrangige Forderungen gemäß § 39 InsO nicht befriedigt werden können oder alternativ den Beschluss bei Abweisung des Insolvenzverfahrens mangels Masse. Ihr Steuerberater hilft Ihnen gerne weiter.

Was muss ich als Investor beachten, wenn sich meine Adresse ändert?

Sie sollten Ihre Anschrift im Investorenportal auf Mezzany stets aktuell halten, damit die Unternehmen u. a. zum Zweck des Versands von Ergebnis- bzw. Gewinnmitteilungen Ihre aktuelle Adresse zur Verfügung haben. Ihre Adressdaten können Sie jederzeit selbstständig anpassen.

Ich bin ins Ausland gezogen. Was muss ich steuerlich beachten?

Jedes Land hat eigene Steuergesetze. Was Sie zu beachten haben, kann daher je nach Land sehr unterschiedlich ausfallen. Bitte sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Steuerberater.

Wird die Abgeltungssteuer auch abgeführt, wenn ich als Investor im Ausland lebe?

Ja, das Unternehmen ist in aller Regel verpflichtet, die Kapitalertragsteuer an das Finanzamt abzuführen, selbst wenn z. B. ein Doppelbesteuerungsabkommen eine andere Regelung hinsichtlich Zinseinkünften aus Darlehen vorsieht. Es ist allerdings möglich, im Nachgang beim Bundeszentralamt für Steuern die Erstattung der ggf. zu hohen abgeführten Steuern zu beantragen.

Wenn Sie weiterführende Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater, denn durch Mezzany kann keine Steuerberatung erfolgen.

 

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4. Insolvenz-FAQ für Investoren

Wichtiger Hinweis

Die folgenden Informationen erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Korrektheit und sind in keiner Weise als Entscheidungsgrundlage oder Beratung anzusehen. Im Einzelfall kann eine verlässliche Auskunft nur durch einen Rechtsanwalt erfolgen.

Vorbemerkung

Eine Insolvenz ist für alle Beteiligten, für die Geschäftsführer und Mitarbeiter des Unternehmens und auch für Sie als Investor, eine schwierige und belastende Situation. Wir als Plattform möchten sowohl das Unternehmen als auch Sie dazu ermutigen, in engem direktem Austausch miteinander zu kommunizieren. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Fragen etwas Zeit in Anspruch nimmt. Leider kommt es immer auch zu Verzögerungen und gegebenenfalls bestimmt auch der vorläufige Insolvenzverwalter die Informationspolitik des Unternehmens. Auch wenn es für Sie als Investorin oder Investor unbefriedigend ist und Sie viele Fragen haben: Mit der strengen Informationspolitik soll die Verhandlungsposition des Unternehmens gegenüber möglichen Verhandlungspartnern (bspw. Neuinvestoren oder Kaufinteressenten) und damit auch in weiterer Konsequenz Ihre Investition nicht negativ beeinflusst werden.

Unsere FAQ sollen Sie möglichst gut durch einen Insolvenzprozess begleiten. Fehlt Ihnen eine Information? Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail an info@mezzany.com.

Die Antworten in diesem Bereich beziehen sich ausschließlich auf die Investmentform Nachrangdarlehen. Fragen zu Crowdbonds beantworten wir im Bereich “Die häufigsten Fragen zu Crowdbonds”.

 

Führt das Scheitern eines Unternehmens automatisch zu einer Insolvenz?

Nein. Wenn ein Unternehmen z. B. nach langem Bemühen feststellen muss, dass es kein tragfähiges Geschäftsmodell findet, ist es in wirtschaftlicher Hinsicht gescheitert. Allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass das Unternehmen Insolvenz anmelden muss. Es kann z. B. auch eine Liquidation in Betracht kommen, wenn u. a. keine Zahlungsunfähigkeit droht.

Wer meldet eine Insolvenz an?

Ein Insolvenzverfahren wird nur auf Antrag eingeleitet und richtet sich nach den Vorschriften der Insolvenzordnung (InsO). Ein Insolvenzantrag kann sowohl vom Unternehmen selbst als auch von Gläubigern des Unternehmens gestellt werden.

Bedeutet ein Antrag auf Insolvenzeröffnung automatisch das Ende eines Unternehmens?

Ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wird gestellt, wenn das Unternehmen in einer finanziell schwierigen Lage ist. Er kann auch „vorsorglich“ gestellt werden, um dem Vorwurf einer Insolvenzverschleppung zu entgehen. Auch wenn das keine positive Nachricht für Ihr Investment darstellt, bedeutet es nicht zwangsläufig einen Totalausfall für Sie bzw. ein Scheitern des Unternehmens als solches. Im Laufe eines solchen beantragten Verfahrens können z. B. Werte im Unternehmen noch aufgetan, neue Investoren akquiriert, durch den Verkauf von bestimmten Assets oder gar durch Neustrukturierung das Unternehmen wieder stabilisiert werden.

Was geschieht nach der Antragstellung auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens?

Nach Eingang des Insolvenzantrages prüft das Insolvenzgericht dessen Zulässigkeit und beauftragt regelmäßig die Erstellung eines Sachverständigengutachtens. Sofern ein Insolvenzgrund (drohende bzw. bestehende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung) vorliegt und ausreichend Masse vorhanden ist, wird das Insolvenzverfahren eröffnet, ansonsten wird die Eröffnung mangels Masse abgelehnt. Dieses Prüfungsverfahren dauert in der Regel 2 – 3 Monate ab Antragstellung. Es ist theoretisch möglich, dass ein gestellter Insolvenzantrag im Rahmen des Antragsverfahrens zurückgenommen wird bzw. sich erledigt, sodass es zu keiner Eröffnung des Insolvenzverfahrens kommt.

Bei Unternehmen mit der Rechtsform GmbH ist die Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters der Regelfall. Das Insolvenzgericht eröffnet das Insolvenzverfahren durch Beschluss. Ab diesem Zeitpunkt geht die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf den Insolvenzverwalter über. Der Eröffnungsbeschluss wird auf der zentralen Bekanntmachungsplattform veröffentlicht.

Was passiert, wenn das Insolvenzverfahren eröffnet wurde?

Das Insolvenzgericht eröffnet das Insolvenzverfahren durch Beschluss. Ab diesem Zeitpunkt geht die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf den Insolvenzverwalter über. Der Eröffnungsbeschluss wird auf der zentralen Bekanntmachungsplattform veröffentlicht.

Der Eröffnungsbeschluss enthält dabei auch die Angabe, bis wann die Forderungen beim Insolvenzverwalter anzumelden sind und wann die Gläubigerversammlung bzw. der Prüftermin stattfindet. Grundsätzlich wird jeder Insolvenzgläubiger darüber hinaus auch vom Insolvenzverwalter angeschrieben und aufgefordert, seine vermeintlichen Forderungen anzumelden; dies passiert aber erst nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Es ist jedoch auch möglich, dass eine solche Aufforderung im Falle von nachrangigen Gläubigern erst einmal ausbleibt. Sollte man den Termin zur Forderungsanmeldung verpassen, ist jederzeit bis zur Beendigung des Insolvenzverfahrens eine Nachmeldung möglich. Bei erfolgreicher Abwicklung und erfolgter Verteilung der Insolvenzmasse hebt das Insolvenzgericht das Insolvenzverfahren auf.

Was passiert bei Ablehnung eines Insolvenzantrags mangels Masse?

Wenn im Rahmen des zwei- bis dreimonatigen Insolvenzprüfungsverfahrens durch das Gericht bzw. den vorläufigen Insolvenzverwalter festgestellt wird, dass eine Eröffnung mangels Masse abgelehnt wird, erfolgt automatisch die Auflösung der Gesellschaft nach § 60 Abs. 1 Nr. 5 GmbHG. Die Gesellschaft befindet sich ab dann in einem Liquidationsverfahren.

Die Ablehnung mangels Masse erfolgt, wenn die voraussichtlich vorhandene freie Insolvenzmasse nicht einmal die Kosten eines Insolvenzverfahrens decken wird. Das kann theoretisch auch noch im Rahmen eines laufenden Insolvenzverfahrens festgestellt werden („Einstellung des Verfahrens mangels Masse“).

Für den Mezzany-Investor bedeutet die Ablehnung mangels Masse im Regelfall keine Besserstellung. Es wird in der Regel mit keiner Quote zu rechnen sein, sodass es zum Totalverlust des investierten Kapitals kommt.

Die Insolvenzquote ist grob vereinfacht der Prozentsatz, der einem einfachen Gläubiger anteilig an der zur Ausschüttung vorhandenen Insolvenzmasse zusteht. Nachrangige Gläubiger sind dabei noch gar nicht erfasst.

Was muss ich als Investor bei einer Insolvenz beachten?

Wie oben bereits erläutert, werden mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Gläubiger vom Insolvenzverwalter aufgefordert, ihre Forderungen gegenüber dem insolventen Unternehmen beim Insolvenzverwalter anzumelden. Dies gilt dem Grundsatz nach auch für Crowdinvestoren, die in Form des Nachrangdarlehens investiert haben. Allerdings wird man als Crowdinvestor aufgrund des vereinbarten Nachrangs den anderen einfachen Insolvenzgläubigern nachgestellt. Es handelt sich hierbei um eine sog. nachrangige Forderung nach § 39  Abs. 1 Nr. 5 InsO. Dies bedeutet gleichzeitig, dass eine Forderungsanmeldung erst berücksichtigt wird, wenn das Insolvenzgericht bzw. der Verwalter die nachrangigen Gläubiger zur Anmeldung auffordert. Dies erfolgt regelmäßig erst, wenn auch für diese mit einer Quote zu rechnen ist. Das kommt in der Praxis so gut wie nie vor. Durchschnittlich ist mit einer Quote von rund 5 % für die einfachen Gläubiger zu rechnen, sodass für nachrangige Gläubiger in der Praxis häufig nichts übrig bleibt. Das ist auch der Grund, warum man ggf. als nachrangiger Gläubiger gar nicht erst vom Insolvenzverwalter angeschrieben wird. Es ist jedenfalls nicht möglich, dass Sie vergessen werden; als Investor sind Sie dem Insolvenzverwalter bekannt. Wenn nach Bedienung der einfachen Gläubiger aus der Insolvenzmasse doch noch etwas übrig sein sollte, dann werden Sie in jedem Fall vom Insolvenzverwalter aufgefordert, Ihre Forderungen anzumelden.

Wenn man dennoch seine Forderung anmeldet, was natürlich jedem vollkommen freisteht, muss man damit rechnen, dass die Anmeldung wie oben beschrieben aufgrund der Nachrangigkeit erst einmal zurückgewiesen wird. Es kommt anstelle einer Zurückweisung leider auch vor, dass Insolvenzverwalter die Forderung fälschlicherweise bestreiten. Dies bedeutet aber nicht, dass die Forderung als solche unberechtigt ist.

Jeder Insolvenzgläubiger kann jederzeit Akteneinsicht vor Ort beim zuständigen Insolvenzgericht nehmen. Häufig erhalten die Gläubiger von dem jeweiligen Insolvenzverwalter auch Zugangsdaten zu einem geschlossenen Gläubigerinformationssystem, in welchem regelmäßig Berichte und sonstige Informationen zum Stand des Verfahrens veröffentlicht werden.

Wie wird ein Total- oder Teilverlust steuerlich behandelt?

Neuverluste dürfen Sie mit Ihren Zinserträgen und anderen Einkünften innerhalb derselben Anlageklasse bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. Das betrifft den Bereich der Kapitalertragsteuer. Erträge aus Investmentfonds oder aber aus Nachrangdarlehen gehören bei Privatanlegern zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Diese unterliegen der Kapitalertragsteuer von 25 % nach § 7 InvStG.

Diese Steuerschuld können Sie reduzieren, indem Sie Ihren Zinserträgen auch die Ausfälle Ihrer Investments gegenüberstellen und verrechnen. Sofern die Anlageklasse identisch ist, wird Ihr Verlust vom Finanzamt in aller Regel auch anerkannt. Eine klassische Verlustbescheinigung gibt es in den meisten Fällen nicht. Als Nachweis Ihres Verlustes fügen Sie beispielsweise das Schreiben des Insolvenzverwalters bei, welches besagt, dass nachrangige Forderungen gemäß § 39 InsO nicht befriedigt werden können, oder alternativ den Beschluss bei Abweisung des Insolvenzverfahrens mangels Masse. Insolvenzen können nur für das Jahr steuerlich geltend gemacht werden, in welchem der Verlust auch tatsächlich zustande kommt – sprich in dem Jahr, in dem das Insolvenzverfahren abgeschlossen oder mangels Masse abgewiesen wurde. Ihr Steuerberater hilft Ihnen gerne weiter.

Wann und wie kommuniziert Mezzany eine Insolvenz?

Mezzany steht für Transparenz, aber auch für Neutralität. Bei jeglichen Vorgängen, die das direkte Vertragsverhältnis von Unternehmen und Investoren betreffen, hat Mezzany grundsätzlich eine neutrale Position; das gilt natürlich auch für Insolvenzen. Da der Ausgang einer Insolvenz offen ist, wird das Unternehmen erst nach Liquidation bzw. Abschluss eines Insolvenzverfahrens als „gescheitert“ gelabelt. Im Laufe eines solchen Verfahrens ist es möglich, dass Werte im Unternehmen noch aufgetan, neue Investoren akquiriert, durch den Verkauf von bestimmten Assets oder gar durch Neustrukturierung das Unternehmen wieder stabilisiert werden kann. Eine vorherige Kennzeichnung schwächt das Unternehmen in potentiellen Verhandlungen und schmälert die Chance, Ihr Investment doch noch zu sichern.

 

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