A

Wertpapierdienstleistungsunternehmen sind verpflichtet, Anleger über ihre Erfahrungen und Kenntnisse zu einzelnen Anlageklassen zu befragen und daraufhin die Angemessenheit der vom Anleger gewünschten Anlage zu prüfen. Die Angemessenheit beurteilt sich danach, ob ein Anleger über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen verfügt, um Risiken aus einer Finanzanlage angemessen beurteilen zu können.

Verzinsliche Schuldverschreibungen oder auch Wertpapiere, die üblicherweise am Kapitalmarkt platziert und als Serie zu gleichen Bedingungen ausgegeben werden. Dabei verspricht der Schuldner den Kapitalgebern die Rückzahlung und Verzinsung einer bestimmten Geldsumme zu bereits definierten Bedingungen.

Besitzer einer Anleihe

Anteile sind Beteiligungen am Ergebnis und am Vermögen einer Personen- oder Kapitalgesellschaft.

Die vollständige Unterbringung aller ausgegebenen Wertpapiere bei Investoren

B

Ein Mitgliedschaftsrecht, das durch die Einlage von Kapital bei einer Gesellschaft erworben wird

Das Recht bei einer Kapitalerhöhung einen Teil der neuen Aktien (junge Aktien) zu beziehen, der dem bisherigen Anteil am Grundkapital entspricht

Abkürzung für “Bank Identifier Code”, einem international standardisierten Bankcode, mit dem weltweit jedes Kreditinstitut als Nutzer identifiziert werden kann

Aufnahme des Wertpapiers zum Börsenhandel

C

Wertpapiersammelbank, die Wertpapiere verwahrt, insbesondere im Fall der Girosammelverwahrung

Förmliche Bestätigung des Abschlussprüfers über bestimmte wirtschaftliche Sachverhalte sowie die Richtigkeit und Vollständigkeit der im Prospekt wiedergegebenen Finanzangaben, die der Rechnungslegung des Emittenten entnommen werden

Vertragsabreden, die zum Beispiel den Kreditgeber (Investor) zur Kündigung berechtigen, sofern der Kreditnehmer (Emittent) gewisse auf Handlung oder Unterlassung gerichtete Verpflichtungen nicht einhält.

Neuartiger Begriff, der die Beteiligung einer Crowd (Schwarm) durch vergleichsweise geringe Investitionssummen an Wachstumsunternehmen oder Großprojekten in Form von Wertpapieren beschreibt. Durch die Partizipation der Crowd kann dann ein Sekundärmarkt für die handelbaren Wertpapiere entstehen.

Form der Finanzierung für Unternehmen, die es einer Vielzahl von Geldgebern (Crowd) ermöglicht, durch überschaubare Anlagebeträge in ein Unternehmen zu investieren.

D

Konto, über das Wertpapiergeschäfte abgewickelt und Wertpapierbestände geführt werden

Übertragung von Wertpapieren von einem Depot in ein anderes

E

Summe der durch die Eigentümer eines Unternehmens aufgebrachten oder durch das Unternehmen erwirtschafteten und dort belassenen Gewinne

Ausgabe neuer Wertpapiere zur Kapitalbeschaffung

Summe aller zum Nominalbetrag, durch den Emittenten begebenen Wertpapiere, die durch Investoren gezeichnet werden können

Ein Unternehmen oder eine Institution, das Wertpapiere zur Kapitalbeschaffung ausgibt

Optionen bei einer Finanzierung, durch die Investoren am Unternehmenserfolg beteiligt werden können

F

Zinssatz, der bei einer Finanzierung über die gesamte Laufzeit festgeschrieben ist und für diesen keine Anpassung an das aktuelle Marktzinsniveau erfolgt

Börsenmarktsegment, in dem Aktien, festverzinsliche Wertpapiere sowie Zertifikate und Wertpapiere gehandelt werden. Als Open Market gelten die von der Deutschen Börse AG betriebenen Handelsplätze, dessen Teilsegment das Quotation Board ist.

Mittel zur Finanzierung des Unternehmens durch nicht am Unternehmen beteiligte Kapitalgeber

G

Wertpapierdienstleistungsunternehmen, bei denen davon auszugehen ist, dass sie aufgrund von ausreichend Erfahrungen, Kenntnissen und Sachverstand Anlageentscheidungen selbst treffen und die mit ihrer Anlageentscheidung verbundenen Risiken angemessen einschätzen können

Verwahrungsart für Wertpapiere in einer Wertpapiersammelbank, um diese zentral zu deponieren

Sammelurkunde für Wertpapiere, die bei einer Sammelbank hinterlegt wird und zur vereinfachten Aufbewahrung von Wertpapieren dient

H

Von Amtsgerichten geführtes, öffentliches Register, in dem die rechtlichen Verhältnisse von Vollkaufleuten und Handelsgesellschaften sowie mit ihnen zusammenhängende Rechtsvorgänge eingetragen werden.

Urkunde, in der sich der Aussteller zu einer Leistung an den Inhaber der Urkunde verpflichtet

Abkürzung für “International Bank Account Number”, eine standardisierte, internationale Kontonummer zur Identifikation von Bankkonten

Abkürzung für „International Security Identification Number“, zur eindeutigen Identifikation von Wertpapieren

L

Zeitraum zwischen Ausgabe des Wertpapiers bis zur Fälligkeit

Zeitpunkt, an dem ein Wertpapier ausgegeben wird

M

Mezzanine-Kapital ist eine Zwischenform von Eigenkapital und Fremdkapital. Unternehmen können Mezzanine-Kapital, beispielsweise in Form von Wandelanleihen, Genussscheinen/-rechten oder stillen Beteiligungen, Wandelanleihen oder Umtauschanleihen, begeben. Dadurch können Unternehmen ihre Eigenkapitalbasis stärken, ohne dafür Gesellschaftsrechte an Investoren einräumen zu müssen.

Kleinster Betrag, zu dem ein Wertpapier gezeichnet werden kann

Die digitale Plattform für exklusive Wertpapier-Emissionen, auf der die Crowd an der Seite von professionellen Investoren transparenten Zugang zu interessanten Wertpapieremissionen von jungen, etablierten Wachstumsunternehmen und Großprojekten erhält

N

Bei Schuldverschreibungen jener Betrag, der dem Inhaber des Wertpapiers bei Fälligkeit zurückgezahlt werden muss. Er ist als Teilbetrag der Gesamtschuld anzusehen. Synonyme: Nominalbetrag, Nominalwert.

Die offizielle Feststellung des Preises eines an der Börse gehandelten Wertpapiers

P

Öffentlicher Verkauf von neu emittierten Wertpapieren

Privatanleger sind Anleger, die weder professionelle noch semiprofessionelle Anleger sind, und damit ein besonderes Schutzbedürfnis gemäß § 31 (5) WpHG erfahren

Anleger, bei denen ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen davon ausgehen kann, dass sie genügend Erfahrung, Kenntnis und Sachverstand haben, um ihre Anlageentscheidung zu treffen und die jeweiligen Risiken einzuschätzen.

S

Junge Unternehmen mit erfolgreichem Proof of Concept und außergewöhnlich hohem Wachstumspotential, die ihre weitere Unternehmensentwicklung durch eine Wertpapier-Emission bei Mezzany finanzieren

Die Aufteilung des Emissionsvolumens, die angibt, auf welchen Nennwert die einzelnen Abschnitte einer Anleihe lauten

Stückzinsen sind die anteiligen Zinsen, die dem Zeitraum zwischen zwei Zinsterminen zugeschrieben werden. Sie werden dem Kaufpreis hinzuaddiert, weil der Käufer Zinsanspruch für diesen Zeitraum erwirbt und am Ende der Laufzeit für ihn der Anspruch auf die vollen Zinsen besteht.

Anzahl der Tage zwischen Laufzeitbeginn bzw. dem letzten Zinstermin bis zum Datum des Erwerbs des Wertpapiers. Zur Ermittlung der Stückzinstage können unterschiedliche Zinsmethoden zu Grunde gelegt werden.

V

Wertstellung eines Wertpapiergeschäfts, das davon abhängt, wann die Belastung auf dem Bankkonto erfolgt

Zinssatz, der bei einer Finanzierung über die gesamte Laufzeit nicht festgeschrieben ist, sondern angepasst werden kann und an Bedingungen geknüpft ist.

Die Umwandlung von nicht marktfähigen Vermögenswerten zu marktfähigen Wertpapieren

Ein Investment, das unter Verlustrisiko zur Finanzierung von jungen Unternehmen dient

Anleihen, bei denen das Recht zur vorzeitigen Rückzahlung besteht (entweder durch den Schuldner oder den Gläubiger), können vor Laufzeitende zurückbezahlt werden.

W

Unternehmensanleihe, die innerhalb einer bestimmten Frist gegen Stammaktien des Unternehmens eingetauscht werden kann

Sechsstellige Zahl, die der eindeutigen Identifizierung von Wertpapieren dient

Schriftliche Zusammenfassung notwendiger Angaben zum Emittenten sowie zu den öffentlich angebotenen oder zum Handel an einem organisierten Markt zugelassenen Wertpapieren. Das Wertpapierprospekt erlaubt dem Publikum ein zutreffendes Urteil über die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Finanzlage, die Gewinne und Verluste, die Zukunftsaussichten des Emittenten sowie über die mit diesen Wertpapieren verbundenen Rechte.

Z

Bank, die entsprechend der Anleihebedingungen die Zahlungen an die Anleger ausführt

Vertrag über den Kauf eines Wertpapiers, der durch Abgabe eines Zeichnungsangebots und Annahme dessen zustande kommt

Abgabe eines Zeichnungsangebots durch den Investor, das anschließend durch den Emittenten im Rahmen des verfügbaren Emissionsvolumens angenommen werden kann.

Annahme des Zeichnungsangebots eines Investors durch den Emittenten, wodurch der Vertrag über die Zeichnung (Zeichnungsschein) zustande kommt.

Urkunde, durch die sich der Erwerber verpflichtet, Wertpapiere zu den entsprechenden Bedingungen und zum angegebenen Emissionskurs zu übernehmen

Zeitraum, innerhalb dessen ein Wertpapier von Investoren gezeichnet werden kann

Zeitpunkt, zu dem eine Zinszahlung erfolgt